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Jugend Bensheim e.V.

- Verein für Integrationssport & Bewegungsförderung -
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Unser Vereinsbus

Fiat Ducato

Ja, unser Vereinsbus. Wo ist er geblieben?
Kurz zur Vorgeschichte: Was irgenwann mal 1981(?) mit einem kleinen Fiat begann und 1985(?) mit einem Ford Transit lange weiterging, wurde im Jahr 2000 schließlich wegen Alters-Schwäche beendet und durch einem schnuckeligen, neuen Fiat Ducato ersetzt. Es hätte so schön sein können ....

Zu verlockend war doch das Angebot: Ein neuer Vereinsbus, und das für Umsonst! Beim ersten Anblick eine klasse Sache, wo der alte Bus inzwischen wirklich alt war, und ein neuer her mußte. Und nach 5 Jahren sollte er uns dann ganz gehören.
Funktionieren sollte das ganze durch das Prinzip "Werbebus": Der Bus wird mit Werbung der lokalen Unternehmen bepflastert, bis kein Flecken Lack mehr zu sehen ist, und trägt diese Werbung dann durch die Straßen der Stadt. Die Werbepartner zahlen dafür natürlich ein bisschen was, und damit finanziert sich der Bus.

Die Firma WPS aus Drensteinfuhrt ist dann also irgendwann mit dem Angebot auf die BSG-Jugend zugekommen, uns einen solchen Bus zu organisieren. Wir müssen nur unseren Namen dafür hergeben, Klinken putzen macht dann die WPS, und wir bekommen irgenwann dann den Bus.
Irgendwann hatte das dann auch mal geklappt, und wir konnten uns am 18.2.2000 über einen neuen Vereinsbus freuen.

Das dicke Ende...

Das klappte dann auch. Von der WPS war nichts mehr zu hören, alles eitel Sonnenschein, alle glücklich. Bis dann der Brief kam: Die Leasing-Firma will den Bus zurück, weil WPS seinen Leasing-Zahlungen nicht mehr nachgekommen ist.

Ooops.

Nach eingehender Beratung im Vorstand und auch mit Leuten die es berufswegen wissen sollten, war klar, daß wir keine Rechte an dem Bus haben, ihn höchstens kaufen könnten.

Und dementsprechend kam dann auch der Tag, an dem er weg war. Aus. Ende. Ein schönes Kapitel vorbei.

Halb so schlimm

... ist das ganze eigentlich nur deshalb, weil uns der Bus in den 2 Jahren eigentlich nichts gekostet hat: Wir hatten ein Fahrzeug, und mußten nur für Steuer, Versicherung und die sonstigen Verbrauchskosten aufkommen. Eigentlich eine richtig günstige Geschichte. Zumal wir den Bus richtig intensiv genutzt haben: Mehrfach standen auch lange Fahrten zu Wettkämpfen auf dem Programm, die ansonsten mit privaten PKW hätten absolviert werden müssen. Und für viele andere Vereinsaktionen wurde der Bus ebenfalls intensiv genutzt.

Ärgerlich nur, daß unsere Sponsoren halt auch betrogen wurden - und die haben richtig Geld dafür bezahlt, in dem Glauben für ihr Unternehmen zu werben, und gleichzeitig einem lokalen Behinderten-Sportverein effizient zu helfen.

Wir haben dadurch also zwar keinen materiellen Schaden erlitten, aber der Ruf und Name unseres Vereins hat dadurch halt doch schaden genommen.

Was hilfts?

Uns hilft das vorerst nicht mehr. Aber vielleich liest ja irgendwer diese Zeilen, und will darauf was lernen .... here we go:

Das Prinzip des Werbe-Bus ist eigentlich ein gutes. Und wenn ein Verein das komplett selbst abwickeln kann - um so besser (das ist für alle billiger!). Nur wenn es, wie in unserem Fall, mit Partnern geschieht, ist Vorsicht geboten:
Die Firma WPS war nicht groß. Wie klein genau wissen wir nicht, aber mehr wie 3 oder 4 Leute waren das nicht. Ob eine solche Firma ein solider Partner für eine i.d.R. doch langjährige (5 Jahre) Vertragsbeziehung sein kann, muß jeder für sich selbst entscheiden.
Die Verhandlungen mit der WPS über die Art des Busses gestalteten sich im Vorfeld schon nicht einfach: Mehrfach gingen die Verträge hin und her, wurden geändert, telefonisch besprochen, wieder verschickt, auf einmal kein Wort mehr von den Änderungen, .... kurz: Es war ein zähes Ringen, bis wir hatten was wir wollten.
Was erst bei am Schluß so richtig klar wurde (und was uns dann schlußendlich wohl auch den Bus gekostet hat) waren die Eigentumsverhältnisse an dem Bus: Im Vorfeld war immer die Rede davon, daß WPS der Eigentümer sei, und das Eigentum nach 5 Jahren auf uns überging. Die 5 Jahre waren bei der Übergabe immer noch im Vertrag. Aber die WPS war nicht Eigentümer, sondern nur Leasing-Nehmer. Da hatte also noch eine weitere Firma die Finger drin... Wenn so was erst bei Vertragsunterzeichnung klar wird sollte man hellhörig werden. Wie wir später erfahren haben, hatte die WPS an ihren ersten Bussen noch das Eigentum, später sind sie dann auf das Leasing-Modell umgestiegen.
Auch wenn man keinen Einfluß darauf hat: Wenn man weiß, daß die Werbepartner nicht am Stück bezahlen, sondern ihre Rate sozusagen jährlich abdrücken, kann das auch bei einem Leasing-Modell wunderbar klappen... im Zweifel übernimmt der Verein den Leasing-Vertrag und läßt auch die Leasing-Zahlungen an sich selbst gehen (ob das klappt oder rechtlich so einwandfrei ist, sei mal dahingestellt - aber da findet sich bestimmt eine Lösung).
Die Werbepartner kann man sich nicht aussuchen. Macht ja eigentlich nix (wenn es nicht gerade der lokale Rowdie-Hooligan-Club ist). Nur wenn plötzlich Werbung einer Heiratsvermittlung auf dem Bus steht, die nicht in der Liste der Werbepartner steht.... Komischerweise war zu dieser Werbung auch keine Adresse oder Telefonnummer auf dem Bus, sondern nur eine Internet-Adresse. Und die Telefon-Nummer auf der Web-Seite war dann wiederum mit der Nummer von WPS identisch.... nebenbei also auch noch Kuppel-Geschäfte?

Ein letztes Wort

Die WPS hat, nach Auskunft der Behörden, ihren Geschäfts-Sitz für uns unereichbar nach Ungarn oder Rumänien verlegt... da können wir nichts machen. Nur Hoffen das diese Leute hierzulande kein Bein mehr auf den Boden bringen.

Ein allerletztes Wort

Ich würde da gerne noch ein, zwei Sachen erledigen ... in Ost-Europa.

Letzte Änderung dieser Seite am 07.07.2002.  W3C  Autor: Ekkehard Lissner-Jung

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