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Jugend Bensheim e.V.

- Verein für Integrationssport & Bewegungsförderung -
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Freizeit 1994 in Barth am Bodden

23.7.1994 - 1.8.1994

Nach dem Süden und Osten war 1994 mal wieder der Norden als Ziel der regelmäßig stattfindenden BSG-Freizeit ausgeguckt worden. Genauer noch, der Nord-Osten. Ganz genau: Barth am Bodden. Das liegt irgendwo an der Ostsee zwischen Rostock und Stralsund. Was dann eine recht lange und anstrengende Busfahrt versprach. Dazu kam (eigentlich für eine Sommerfreizeit genau richtig, aber am Reisetag nicht unbedingt notwendig) bestes Sommerwetter, mit viel Sonne und kaum Wolken. Da läßt sich in einem glücklicherweise klimatisiertem Bus - vom "Zwingenberger" Fischer - auch eine lange Fahrt überstehen!

Schlußendlich haben wir den weiten Weg aber geschafft. Die Jugendherberge in Barth ist eine ganz besondere Einrichtung: Relativ weit außerhalb von Barth selbst gelegen, verteilen sich über ein großes Areal das Haupthaus, und etliche kleine Hütten mit den Zimmern. Dazu kommt noch ein Zeltplatz, der staubigste Fußballplatz Deutschlands, ein Reiterhof und direkter Zugang zum Bodden. Also für Kinder und Jugendliche gar nicht so ungeschickt. Störend waren eigentlich nur die ungezählten Fliegen und Mücken immer und überall - ein Tribut an den Pferdestall und die viele Natur außenrum. Diese waren auch der Grund, warum wir morgens immer schon sehr früh wach waren, trotz späten Bettgang.

Die BSG selbst war im Außenbereich in drei von fünf Hütten untergebracht. Das hatte einige Vorteile (z.B. Abends lange draußen sitzen), aber auch Nachteile: Der Weg zum Frühstück war ein langer und sehr staubiger - was dann auch zum täglichen Bad-Putzen geführt hat. Andere nutzten das als Urlaubs-Taschengeldzuschuß-Verdienstmöglichkeit aus.

Das diesjährige Programm war in dieser Zeit folgendes:

Das Programm der Freizeit hatte erst am nächsten Tag begonnen gehabt, da wir erst an Abend in Barth angekommen waren. Damit die eingesessenen Beine wieder aktiviert wurden, stand ein Spaziergangauf dem Programm. Er sollte eigentlich nach Dibitz führen, doch wo war unser Reiseführer gewesen? Wir hatten uns dabei verlaufen. Da aber das Laufen in der Hitze und den vielen Bremsen keinen Spaß gemacht hatte, waren wir danach schwimmen gewesen. Der Bodden hatte nach uns gerufen und wir konnten dem nicht widerstehen. Der Vorteil des Boddens ist, daß er schön flach war, so daß man zwar nicht richtig schwimmen konnte, doch dafür konnten wir unsere Schauchboote und Luftmatratzen auspacken.

Am Montag stand einkaufen in Barth auf dem Tagesprogramm. Das wurde von fast allen ausgenutzt. Am Mittag war mal wieder Schwimen angesagt, da unsere Übungsstunden vom Schwimmen doch immer montags ist. Doch diese Stunde wurde nicht in einem Schwimmbad abgehalten, sondern im Meer, genauer gesagt, in der Ostsee.
Nach dem tollen Strandausflug wurde abends dann gegrillt. Doch so angenehm war das nicht, da die Fliegen wirklich überall waren.
Grillen
Zu Tisch bitte, das Esssen ist fertig. Doch bitte alle Vorräte abdecken, denn sonst stürmen die Fliegen da drauf. Leider kann man die Fliegen auf dem Bild nicht erkennen.

Der 26.7. führte uns auf die Insel Lügen - ähm Tippfehler - Rügen. Die berühmten Kreisefelsen waren unser erstes Ziel auf der Insel. Dann wurde noch so einiges mehr angeschaut, wie Binz, Victoriasicht und das Jagdschloß Granitz. Als Höhepunkt durften wir alle mit dem "Rasenden Roland" fahren. Da war unser Reiseführer Ernst sehr dafür (warum denn nur?).
Am Abend war eine Bastelstunde einberufen. Mit einem ganz besonderen Gummi wurde hantiert. Es ist zwar ein künstliches Produkt, heißt aber Moosgummi.

Weil wir nun mal wieder in der Nähe von Wasser waren, waren wir mit dem Schiff nach Zingst gefahren. Dort hat sich dann die Gruppe aufgeteilt: Die Großen sind (weil sie es unbedingt so wollten) noch einmal an die Ostsee schwimmen gegangen, die anderen haben den Traditionshafen Borstedt besucht und sind dann abends im Bodden noch einmal geschwommen.
Die Bootsfahrt nach Zingst war auch ein kleines Abenteuer: Die ganze Gruppe auf einem relativ kleinen Motorboot, das für höchstens zwei drittel der Leute ausgelegt war - der Rest hat sich dann überall verteilt: Auf dem Vorschiff, als Stehplätze, etc. Das war bestimmt nicht so erlaubt, der Käptn hat auch öfters mal nach vorne gerufen, wir sollten die Köpfe runternehmen, damit er sieht wohin er fährt - aber bei den vielen Dollars in seinen Augen hat das wahrscheinlich auch nix gebracht.
Schwimmen in der Ostsee war auch nicht schlecht. Auf dem Rückweg gab es Fischbrötchen mit wirklich frischem Fisch - ein Erlebnis für sich!

Auch am Donnerstag war dieGruppe geteilt. Die Großen gingen, nein sie fuhren mit dem Fahrrad, ihre eigenen Wege. Sie liehen sich Räder und fuhren nach Prerow.
Der andere Teil fuhr mit dem Bus nach Stralsund. Dort wurde die Stadt sowie ein Museum unter die Lupe genommen. Als wie abends dann wieder vereint waren, wurde das mitgebrachte Sprungtuch herausgeholt und damit Spiele gemacht.

Die Betreuer hatten am Abend vorher Gipsfiguren gegossen. Die wurden am Morgen des 29.7. bemalt, bevor es dann (diesmal mit allen) nach Prerow an den Strand zum Schwimmen ging.
Gipsbilder bemalen
Die Kinder und Jugendlichen bemalen die Gipsbilder.
Der Abend brachte dann ein Fußballspiel gegen eine der anderen Gruppen der Jugenherberge. Es ist ein unbestätigtes Gerücht, daß unsere Gegner nur durch ihren Regionalvorteil gewonnen haben (Hamburger gegen die fast norditalienischen Bensheimer), aber bei 4:3 haben wir uns ganz gut geschlagen.

Da nun schon wieder ein Samstag war, wurde morgens für die Heimreise eingekauft, auch wenn diese erst am Montag in der Frühe war. Dann teilte sich die Gruppe mal wieder. Der eine Teil hat sich den Bodden vom Schiff aus angesehen, da sie eine Rundfahrt gemacht haben. Die anderen haben den Strand bevorzugt. Es war noch einmal der Strand in Prerow angesagt. Die Gruppe vom Strand wurde erst eingesammelt, als die anderen schon im Bus waren. Am Abend wurde noch einmal gegrillt. Aber der Appetit verging einem, da die Fliegen selbst im Kartoffelsalat waren. Kein Wunder, warum so einige Durchfall bekommen hatten.

Nun war der letzte Tag angebrochen und der Kalender schrieb Sonntag den 31.7. Aus dem Grund mußten die Koffer gepackt werden. Am Mittag war die traditionelle Lagerolympiade angesagt. Es wurden mehere Kleingruppen gebildet. Dann wurde der freie Platz vor unseren Hütten ausgenutzt. Dabei wurden u.a. folgende Disziplinen durchgeführt: Wasser auf einem Stuhl stehend in einen Becher gießen, Ringzielwurf, Slalomlaufen, Kerze mit einer Wasserspritzpistole löschen, und noch einiges mehr. Als Höhepunkt wurde dann ein Duell mit den Wasserspritzpistolen gemacht. Ein Teil der Betreuer hat sich gegenseitig naß gespritzt. Danach waren die Pistolen nicht mehr aufzufinden. Wie kommt denn das?
Slalom
Wasser in ein Glas schütten
Ringzielwerfen
Die Kinder und Jugendlichen bei der Lagerolympiade.
Als anderen traditionellen Programmpunkt wurde abends bei unserer Abschlußdisco abgetanzt. Dabei gab es ein Freizeit-Erinnerungsgeschenk für alle Kinder und Jugendlichen.

Nun war wieder Abschied nehmen angesagt. Aber erst nach einer langen, anstrengenden, heißen Heimreise, die uns alle sehr geschlaucht hatte. Erschöpft und übermüdet wurden wir am Bensheimer Schwimmbad von unseren Eltern abgeholt.

Nun noch ein paar andere Punkte von der Freizeit:

  • Fußballspielen haben wir vor unseren Spiel gegen Hamburg natürlich öfters abends geübt - auf dem staubigsten Bolzplatz Europas (hatte ich das schon erwähnt?)
  • Besuche im Reitstall, wobei auch geritten werden durfte
    Im Reitstall
    Die Kinder und Jugendlichen beim Reiten.
  • Fliegen, Fliegen und noch einmal Fliegen
  • und auch Bremsen
  • weite Essenswege (wie schon gesagt, wir waren außerhalb des Haupthauses untergebracht)
  • Staub, welcher zum täglichen Haus- (besonders das Bad) Putz geführt hat
  • sehr gutes Wetter die ganze Zeit über (bei Regen wären wir da oben auch rettungslos verloren gewesen!)
  • Übernachtung nicht nur in Betten, sondern auch auf dem Boden
  • lange Abende im freien zwischen den Hütten
  • ... die für einige Leute (z.B. mich) äußerst lehrreich waren - nicht jede Flüssigkeit, die durchsichtig ist, ist Wasser! Und die kleinen Leckereien von Hans sind in dieser Hinsicht besonders "kopflastig"....
  • Armbänder knoten
  • Bänder in die Haare wickeln

Vielleicht hat ja jemand noch andere Eindrücke, Erlebnisse, Bilder ....

Man merkt, daß Bensheim nicht in der Nähe von einem Meer liegt, denn sonst wären wir trotz des guten Wetters nicht so oft schwimmen gewesen.

Rückblickend: Es war schön. Die Ostsee hat ihre eigenen Schönheiten, die wir uns alle angesehen haben, und das Wetter hat gut mitgespielt.

Ach ja: Bodden ist übrigens die Bezeichnung für eine Art Binnengewässer mit Meer-Anschluß. Also ein Süß-Salzwasser-Gemisch (Brackwasser), typisch für den Norden Neu-Fünflands.

Letzte Änderung dieser Seite am 02.09.2001.  W3C  Autor: Birgit Jung, Ekkehard Lissner-Jung

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