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Jugend Bensheim e.V.

- Verein für Integrationssport & Bewegungsförderung -
BSG-Jugend Bensheim e.V., Kriemhildstr. 14, 64625 Bensheim, Tel: 06251/936612


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Die Jugendfreizeit der BSG-Jugend Bensheim in Lenggries

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Das Programm

Montag, 24.7.2000

Es war früh (für Leute wie mich und mich zur Urlaubszeit), und es drohte naß zu werden, aber trotzdem: am 24.07.2000 gegen 9.00 Uhr startete die BSG Jugend Bensheim ihre alle 2 Jahre stattfindende Freizeit. Die Tour ging in diesem Jahr nach Lenggries ins Allgäu. Schon der Anreisetag wurde genutzt, um vom Bus aus einen Blick auf das bekannten Schloss Neuschwanstein zu werfen. Außerdem besichtigten wir die "Wieskirchen". Dabei handelt es sich um eine große Kirche im Ort Wies. Hier soll der Sage zufolge eine Christusstatue gefunden worden sein, die bei ihrem Fund geweint hat. Der Ort und die Kirche sind seitdem Ziel vieler Pilgerfahrer.

In Lenggries angekommen erfolgte ein herzlicher Empfang von der Herbergsmutter Erika Werner, und nach der Zimmerzuteilung (bei der sich herausstellte, daß ein Bett zu wenig für die erste Nacht reserviert war; die Herbergsmutter sah das als ein größeres Problem, doch Matratzen machen vieles möglich) gab es dann das erste Abendessen. Zur positiven Überraschung war in der Jugendherberge kein Küchendienst notwendig, nur den eigenen Tisch muß man abräumen. Dagegen konnte die Schlacht am Salat- und Frühstücks-Buffet manchmal in einen echten kleinen Kampf ausarten. Auch die Art der Essensverteilung selbst sorgte manchmal für Unmut weil nie so klar war, für welche Gruppe jetzt welche Portionen vorgesehen waren. Dadurch kam es oft vor, daß in der Küche schon Nachschub besorgt werden mußte, obwohl noch nicht jeder am Tisch etwas hatte. Andererseits gab es dann aber auch keine Probleme den Nachschub zu bekommen (abgesehen eventuell vom Hauptgericht), was in anderen Jugendherbergen schon einmal Diskussionen hervorruft. Auch wurde das Buffet für unsere Gruppe viel zu früh abgeräumt. Aber wir sind ja alle lernfähig, so daß das dann kein Problem mehr war.

Dienstag, 25.7.2000

Erkundung in Lenggries
Am ersten Tag vor Ort gab es einen Spaziergang durch Lenggries selbst. Wie in jedem größeren Dorf in Bayern steht im Zentrum die Kirche, aber auch ein Bahnhof ist vorhanden. Dort fahren etwa 5 Züge in 2 Stunden, also beschaulich und ruhig.

Noch vor dem Mittag ging es dann mit der Brauneck-Kabienenbahn auf den Berg Brauneck. Aus der Kabinenbahn heraus hat man einen schönen Blick über Lenggries, aber auch über das Allgäuer Land. Am Horizont konnte man sogar München erkennen.

Rast am Berg
Oben auf dem 1550 Meter hohen Brauneck nahmen wir nach einem kleinen Spaziergang unser mitgebrachtes Essen zu uns. Danach teilte sich die Gruppe: Ein Teil wagte den steilen Abstieg zu Fuß, die andere bediente sich wieder der Kabinenbahn und ging anschließend noch Kleingolf spielen. Die Fußgänger abreiteten sich in etwa 2 Stunden ins etwa 500/600/1000 Meter tiefer liegende Lenggries voran. Teilweise wurden sie noch Tage später an diese für "Flachländer" ungewohnte Leistung mit Muskelkater in den Oberschenkeln und Waden erinnert. Und der ein oder andere hatte Blasen an den Füßen. Tip: Zieht nie neue Schuhe für lange Wanderungen an!

Mittwoch, 26.7.2000

Der aktivste Tag: Morgens ging es zum Walchensee-Kraftwerk. Dabei handelt es sich um das älteste Wasserkraftwerk in Bayern (Deutschland??). Es ist ein Spitzenlast-Kraftwerk, d.h. es liefert im Normalbetrieb nur wenig Strom, kann aber in wenigen Minuten auf den Maximalwert gefahren werden um Spitzen im Stromverbrauch zu puffern.
Das Kraftwerk kann kostenlos besichtigt werden. Man erfährt dort viel über die Technik des Kraftwerkes, seine verzweigten Zu- und Abläufe (z.B. die Isar), aber auch über die Energieversorgung in Bayern allgemein.
Wir waren dort nicht zum ersten Mal: Schon auf unserer Freizeit zum Schliersee waren wir schon einmal dort gewesen.

Panorama von
Garmisch-Partenkirchen
Anschließend ging es weiter nach Garmisch-Partenkirchen. Dort wurde das Olympia-Stadion besichtigt. Einige Teilnehmer erstiegen sogar den Schanzentisch der über 190 Meter hohen Schanzenanlage.
Der anschließend geplante Besuch der Patnacht-Klamm konnte nicht stattfinden, weil eine Schlammlawine am Vortag das Begehen unmöglich machte. Eine Klamm ist ein sehr steiles, enges Flußtal, eigentlich eine Höhle mit offenem Dach. Hier fließt immer ein Fluß, der bei Schmelzwasser auch den gesamtem Raum einnehmen kann.
Statt der Patnachtklamm wurde spontan die Sommerrodelbahn genutzt um für den entgangenen Genuß entsprechend zu entschädigen. Leider war die nicht sehr lang.

Weil man gerade schon einmal in der Gegen war ging es danach noch weiter zum Eibsee am Fuße der Zugspitze. Dort teilte sich die Gruppe in Trettboot-Fahrer und "See-Rundfahrer". Allen gleich war jedoch das leider wolkenverhangene Panorama auf die Zugspitze: Von der Spitze selbst war nichts zu sehen. Dafür konnte man öfters die Seilbahn sehen. Sie erklimmt die 2964 Meter hohe Zugspitze in Kabinen für jeweils 50 Leute. Die Seilbahn selbst wird im unteren Bereich von 2 Stützen geführt. Nach der 2. Stütze führt das Seil über 2000 Meter freihängend zur Spitze des Berges. 2000 Meter. Freihängend. Wahnsinn. Wenn die Seilbahn die Talstation verläßt ist sie noch gut zu erkennen. Bald nach der 2. Stütze ist schon viel Konzentration notwendig, um den immer kleineren Punkt noch auszumachen, bis die Kabine dann irgendwann in den Wolken verschwindet.

Donnerstag, 27.7.2000

Spaß in Hellabrunn
Es stand der Tierpark/Zoo Hellabrunn in München auf dem Programm. Für die meißten Teilnehmer war das einmal die Möglichkeit, viele Tiere in Lebensgröße zu bestaunen. Vielleicht war das Wetter an dem Tag zu gut, vielleicht war es auch einfach die falsche Zeit, aber viele der ausgestellten Tiere zeigten leider keine Aktivität sondern lagen irgendwo in ihrem Gehege und verdauten ihre Mittags-Mahlzeit oder hielten sonst eine Siesta.
Es war wahrscheinlich einfach zu heiß.
Insbesondere die großen Tiere waren davon betroffen: Affen, Bären, Panther, etc. Erst nachmittags kam wieder etwas Leben in die Tiere, doch da mußten wir schon wieder gehen. Als wir uns zufällig alle im Biergarten getroffen hatten, kam noch eine andere kleine Gruppe mit Behinderten hinzu.
Aber auch in dem Tierpark war ein kleiner Teil der Gruppe schon in einer unserer früheren Freizeit.

Freitag, 28.7.2000

Der Vormittag war ein einziger Regenguß, so das in der Jugendherberge erst einmal gebastelt wurde. In einer regenarmen Minute wurden draußen Gräser, Blüten, Blätter, Steine und andere Objekte gesammelt, die dann in Gips-Medalien eingelegt wurden. Einige Teilnehmer beeindruckten hier durch ganz besonde Kreativität, andere durch schlichtes Edel-Design, und wieder andere durch die schiere Größe der Objekte.

Nachmittags ging es dann an der Isar entlang zum "Großen Ahornboden". Am Sylvenstein-Stausee ging es ab Richtung Hinterriß, und nach 2 Grenzwechseln (D-Ö-D-Ö) kam man dann irgendwann im Ahornboden an: Ein relaltiv breites, ebenes, mit Gras und vor allem mit Ahornbäumen bewachsenes Tal. Das Tal ist per Auto nur über Deutschland zu erreichen, gehört aber eigentlich zu Österreich.
Einige der Berg-Ahorn-Bäume sind zwischen 400 und 600 Jahre alt. Leider sterben die Bäume ab, so daß neue Bäume gepflanzt und gegen Wild- und Rinder-Verbiss geschützt werden.

Voll im Regen
Beim Spaziergang in dem Tal wurden wir von einem heftigen Regenschauer erwischt, so daß eigentlich alle richtig Nass wurden. Zurück im Bus wurde dann mittem im Sommer tatsächlich die Heizung angemacht. Krank ist von der ungeplanten Dusche aber glücklicherweise keiner geworden.

Samstag, 29.7.2000

Auch am letzten Tag war ein Pokerspiel mit dem Wetter angesagt. Wir haben auf Sonne gesetzt und auch zum Großteil gewonnen:

Beim Besuch im "Freilicht Freilandbauernmuseum" in Glentleiten war das Wetter die meißte Zeit trocken. Die kurzen Regengüsse konnte man in einem der Ausstellungs-Bauernhäuser abwarten.
Das Museum selbst gibt sich Mühe, möglichst behinderten-gerecht aufzutreten. Leider hätten Sie vielleicht jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt: Durch die Hanglage ist es für Rollstuhlfahrer praktisch unmöglich, die ganze Anlage zu befahren. Da helfen leider auch keine Pläne, in denen die Steigungen der Wege eingezeichnet sind. Die Wege sind für Rollis auf Dauer zu steil, und an einigen Stellen ist dann sowieso kein Durchkommen mehr.

Basteln und Malen
Nachmittags fing es wieder an stärker zu regnen, so daß die Lagerolympiade ausfiel. Statt dessen wurden Stofftaschen angemalt. Auch hier war wie bei den Gipsmedalien eine große Bandbreite der entstandenen Werke zu verzeichnen, vom einfachen Pinselstrich bis hin zu Kunstwerken, die überhaupt keiner Farbe bedurften war alles vertreten.

Vor dem Abschluß-Abend war dann noch gemeinschaftliches Taschen-Packen angesagt, weil wir am nächsten Morgen gleich nach dem Frühstück aus den Zimmern sein mußten.

Gruppenbild
Abends gab es dann eine Disco, die von den Teilnehmern dankend angenommen wurde. Eigentlich alle machten mit, es war praktisch immer Leben auf der Tanzfläche. Die Herbergsmutter kam irgendwann herein und war so begeistert daß es noch eine Runde Eis für alle gab, inkl. der Zusage daß es "auch länger werden dürfte". Zum Schluß wurden noch ein paar Betreuer geehrt und die Kinder und Jugendlichen bekamen eine Urkunde als Andenken von der Freizeit. Nach dieser Aktion ging es dann bald ins Bett.

Sonntag, 30.7.2000

Wie steht es schon in der Schöpfungsgeschichte? "Am 7. Tage ruhte er." Diesem historischen Beispiel folgend trieb es auch die BSG am Sonntag nicht mehr zu Höchstleistungen. Vielmehr ging es nach dem letzten Frühstück in Lenggries pünklich um 9 Uhr wieder in Richtung Bensheim. Vor dem Frühstück wurden noch die letzten Reste in die Taschen gepackt, und auch schon zum Bus gebracht. Der Rückweg ging dann durch München direkt auf die Autobahn, und nach einer größeren Mittags-Rast und noch einer weiteren kleinen Pause kamen wir dann gegen 16 Uhr in Bensheim an.

Und sonst so?

Das Wetter während der Freizeit war eigentlich jeden Tag sehr durchwachsen, wurde aber gegen Ende immer schlechter. Montag bis Donnerstag war es zwar den Tag über meistens recht sonnig, pünklich zum Abend gab es dann aber immer öfter und immer stärkeren Regen. Damit war für große Spiele im Freien vor und vor allem nach dem Abendessen meist keine Gelegenheit. Lediglich an den 2 im freien stehenden Tischtennisplatten war regelmäßig Aktivität zu sehen. Ansonsten waren eigentlich abends immer irgendwelche Gesellschaftsspiele angesagt.

An einem Abend bestand für einige Teilnehmer auch die Möglichkeit an der herbergseigenen Kletterwand zu klettern. Für die, die hochkamen war das wohl das Highlight:

Sportler beim Kraxeln Die echten Sportskanonen sind auf allen möglichen Routen geklettert ...
Bürotäter
beim Kraxeln ... andere haben mit zitternden Armen und Beinen gerade so die Spitze erreicht (Klettern ist nix für Programmierehände, ich sag's immer wieder!) ...
So wird man
geklettert ... und wieder andere wurden geklettert.

Ansonsten bestach die Jugendherberge mit einer großen (von uns leider kaum genutzten) Spielwiese und einem gut versorgten Aufenthaltsraum für die Betreuer.

Leider war für das eigentlich geplante Rafting auf der Isar keine Zeit mehr.

Letzte Änderung dieser Seite am 13.11.2006.  W3C  Autor: Birgit Jung, Ekkehard Lissner-Jung

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