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Jugend Bensheim e.V.

- Verein für Integrationssport & Bewegungsförderung -
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Bergsträßer Anzeiger, 22. Juni 2002

Festredner Steiner: "Worte lehren, Beispiele reißen mit"

Mit Jugendförderpreis wird ehrenamtliches Engagement von Gruppen und Personen ausgezeichnet / Verleihung im Parlament

Preisträger
PREISTRÄGER. Im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung im Gemeinschaftshaus in Gronau vergab die Stadt Bensheim am Donnerstagabend den Schul- und Jugendförderpreis. In der Kategorie für Gruppen belegten die Jugendfeuerwehr Bensheim und die Gruppe "Kultur Kollektiv Bergstraße" gemeinsam den ersten Platz gefolgt von der KJG Hellig Kreuz Auerbach und den Messdienem der Kirchengemeinde St. Laurentius Bensheim. Unser Bild entstand bei der Preisbergabe durch die Vorsitzende des Sozial-, Sport- und Kulturausschusses Hille Krämer   df/Bild: Funck
Ganz rechts im Bild ist das BSG-Mitglied JP zu sehen, der neben Udo Philipp auch für seine Jugendarbeit geehrt wurde

Bensheim. Keine Rede von Jean-Christophe Steiner im Stadtparlament ohne das passende Zitat aus der Antike. Auch am Donnerstag bei der Verleihung des Förderpreises für Schüler- und Jugendarbeit hatte der Festredner die passenden Worte zum Abschluss seiner Laudatio bei den alten Römern gefunden: "Worte lehren, Beispiele reißen mit", formulierte es Seneca vor rund 2000 Jahren. Dass dieser kluge Satz auch heute noch seine Bedeutung hat, dafür legten die im Gronauer Dorfgemeinschaftshaus ausgezeichneten Gruppen und Einzelpersonen Zeugnis ab.

Zum vierten Mal wurde der Jugendförderpreis der Stadt Bensheim verliehen, Kriterien für die Jury waren dabei die soziale und dem Gemeinwohl dienende Zielsetzung der Aktivitäten, der besondere Einsatz zum Wohle der Jugend sowie der Einsatz von Jugendlichen für Jugendliche. Steiner hatte in seiner Ansprache die Redewendung aus Zeiten der Friedensbewegung "Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin!" umformuliert: "Stell dir vor, zu ehrenamtlicher Arbeit wird aufgerufen und keiner geht hin!".

Der Pädagoge forderte dazu auf, soziales Engagement für den Nächsten nicht zum Lippenbekenntnis verkommen zu lassen. Er blickte auch auf die Wahlbeteiligung vom vergangenen Wahlsonntag zurück und sah die geringe Resonanz als Gefahr für die Demokratie, der "die Legitimation mangels Masse abhanden komme".

In diesem Zusammenhang erinnerte er an Überlegungen, die beiden jungen Stadtverordneten Inga Skrypalle (SPD) und Benjamin Kaltwasser (CDU) für den Förderpreis zu nominieren, um ihr politisches Engagement zu würdigen. Die beiden hatten aber auf die Ehrung verzichtet, da sie ihre politische Arbeit als selbstverständliche Leistung für das Gemeinwohl werten.

20 Vorschläge wurden eingereicht: 13 in der Kategorie A "Vereine, Verbände, Gruppen und Initiativen", sieben in der Kategorie B "Einzelpersonen". Die Jury, bestehend aus Martina Bamewold (Leiterin der Realschule der GSS), Pfarrer Walter Weis (St. Georg), Hans-Hermann Grieser (Vorsitzender TV Bensheim) und Anna Luisa Dexheimer (Preisträgerin 2001), hatte die Qual der Wahl.

Die Vorsitzende des Sozial-, Sport- und Kulturausschusses, Hille Krämer, stellte der Öffentlichkeit die Preisträger des Jahres 2002 vor. Die Preisverleihung wurde von einem Ensemble der Musikschule unter Leitung von Helmut Karas umrahmt. Bei den Gruppen gibt es zwei erste Plätze, die mit einem Preisgeld von jeweils 1000 Euro verbunden sind. Das Rennen machten die Jugendfeuerwehr Bensheim und das "Kultur Kollektiv Bergstraße."

Markus Fendrich, Jugendwart der Feuerwehr Bensheim, stellte den Gästen einen Auszug aus dem aktuellen Programm vor, das neben Wettkämpfen, Sport und Lehrgängen auch Freizeiten und Fahrten beinhaltet. "Bei uns wird nicht nur der Schlauch ausgerollt", sagte er schmunzelnd. Weiterer Beweis der guten Jugendarbeit ist, dass 85 Prozent der Mitglieder der Einsatzabteilung aus der Jugendabteilung kommen. Das "Kultur Kollektiv Bergstraße", bestehend aus Anna Krämer, Jochen Vrba und Philipp Windszus, wird für sein friedenspolitisches Engagement aus gezeichnet. Die Eskalation des Balkan Konfliktes war 1999 der Auslöser für die Organisation des ersten Badesee-Festivals. "Außerdem wollten wir die Kulturlandschaft an der Bergstraße bereichern, und Nachwuchsbands die Chance geben, vor großem Publikum zu , spielen", betonte Anna Krämer.

Das Badesee-Festival entwickelte sich in den darauf folgenden Jahren zu einem Publikumsmagnet, 1999 kamen 900 Besucher, 2000 waren es bereits 1500 junge Leute und im vergangenen, Jahr erlebten rund 3000 Jugendlichen bei erschwinglichen Eintritts- und Getränkepreisen einen tollen Abend.
Mit dem Erlös unterstützen die Veranstalter soziale Organsiationen im Ausland. In diesem Jahr findet das vierte Badesee-Festival am 24. August im Rahmen des Hessischen Familientages statt.

Den zweiten Platz (750 Euro) bei den Gruppen belegte die KJG Heilig Kreuz Auerbach, die vorbildliche Jugendarbeit in Form von Gruppenarbeit, Freizeiten und weiteren Veranstaltungen organisiert. Daniela Buchs und Julia Scharf stellten ihre Arbeit vor: "Die Kinder sollen eigene Ideen entwickeln und auch mitbestimmen dürfen." Die Messdiener von St. Laurentius wurden für ihr Engagement mit dem dritten Platz (500 Euro) belohnt. "Wir wollen Jugendlichen eine Gemeinschaft bieten", erläuterten JP und Daniel Kornmann. Rund 60 Messdiener treffen sich in der Weststadtgemeinde zu geselligen und kirchlichen Aktivitäten, die besonders erwähnten Freizeiten im Hexenhäuschen dürften ein Höhepunkt im Veranstaltungsreigen sein.

Bei den Einzelpersonen konnte sich ein in Bensheim bestens bekannter Mann über den ersten Platz (1000 Euro) freuen: Udo Philipp ist seit 27 Jahren Übungsleiter und Betreuer im Behindertensport, er betreut vier Gruppen der Behindertensportgemeinschaft-Jugend und ist deren zweiter Vorsitzender.

Neben den wöchentlichen Übungsstunden gehören auch Jugendfreizeiten mit nichtbehinderten und behinderten Kindern zum Programm, hier steht der Integrationsaspekt im Vordergrund. Ralph Klomann und Timo Reuter teilen sich den zweiten Rang (750 Euro). Die beiden Jugendlichen sind Stipendiaten der Geschichtswerkstatt "Jakob Kindinger". Sie erarbeiten den Lebenslauf des Namensgebers. "Die Idee entstand aus der Arbeit im Leistungskurs Geschichte, wir wollten gerne weiter forschen", erzählt Reuter.

Das Stipendium der Geschichtswerkstatt kam da gerade recht, es beinhaltet Erstattung von Fahrtkosten, Kopien oder Telefongesprächen. Die beiden Jungforscher befragen Zeitzeugen und besuchen Archive, um einen lückenlosen Lebenslauf von Jakob Kindinger zu Papier zu bringen. Die dritte Preisträgerin (500 Euro) ist Elke Schubert, die Gründerin und Betreuerin der Fehlheimer Krabbelstube, in der seit 1989 Kleinkinder betreut werden.

1994 gründete sie die Mädchentheatergruppe, die bereits mehrere Eigenproduktionen zur Aufführung brachte. Ihren Preis konnte Frau Schubert nicht persönlich entgegennehmen, da sie am Donnerstag Abend verhindert war.

Letzte Änderung dieser Seite am 23.06.2013.  W3C  Autor: ank

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